Der erste von fünf Pflichtsiegen ist geglückt. Stade will die gefühlte Leistungsstärke auf den Platz kriegen. Außerdem: besiegter Heimfluch und Slapstick-Eigentor.

Die Zuschauer in Ottenbeck und Anhänger des VfL Güldenstern Stade waren sich vor dem Spiel gegen den TSV Etelsen einig: Wenn nicht heute, dann war‘s das. So der Tenor. Sollte Stade also nicht gewinnen, klappe es auch nicht mehr mit dem Klassenerhalt in der Landesliga. Nach dem 3:0 lebt die Hoffnung beim Aufsteiger.

Die Stader haben ihre U19 aufgelöst, die Talente werden in dieser Saison herangeführt – auch wegen der anhaltenden Personalnot. Silas Lindenblatt ist einer der Nachwuchskräfte. Foto: Struwe

Trainer Matthias Quadt spricht lieber vom festen Glauben, es noch zu schaffen. Das betonte er schon vor dem Spiel, in dem nur dieser Pflichtsieg zählte. Die Stader hatten nach der Winterpause gleich drei Schwergewichte: D/A II (2:3), Bornreihe (3:4) und Celle (0:6). Die Klatsche in Celle habe die Mannschaft gut eingeordnet und verarbeitet. Quadts Einschätzung bestätigte sich mit dem 3:0.

So soll die Mission Klassenerhalt noch gelingen

„Wenn wir die theoretische Chance aufrechterhalten wollen“, so Quadt vor dem Etelsen-Spiel bezüglich des Klassenerhalts, „müssen wir gewinnen.“ Fünf Siege müsse Stade aus dem Restprogramm mindestens holen.

Die Auswärtsspiele gegen Rotenburg und Harsefeld sieht Quadt nicht als Punktelieferanten. Ansonsten spielt Stade noch gegen Hagen-Uthlede, Scharmbeck-Pattensen, Lindwedel-Hope, Schneverdingen, Ottersberg und Osterholz-Scharmbeck. Das seien 50:50-Duelle, so Quadt, „leicht wird aber kein Spiel“.

Quadt verbietet sich und der Mannschaft noch in Floskeln, die Mut machen, zu schwelgen. „Wir müssen jetzt anfangen, das umzusetzen, was wir immer gefühlt haben“, sagt Quadt. Nämlich dass der Aufsteiger sehr oft – trotz großer, anhaltender Personalprobleme – mithalten konnte, sich aber nicht belohnen konnte. Das Hinspiel verlor Stade beispielsweise unglücklich mit 0:1 in Etelsen.

Gelingt nun tatsächlich die Umkehr? Fakt ist, so Quadt, dass seine Mannschaft die entscheidenden Fehler in entscheidenden Spielphasen vermeiden müsse. „Und schon sind wir wieder bei so einer Floskel“, schiebt er nach.

Stade hat nun den erst vierten Saisonsieg gefeiert, mindestens vier sollen folgen. Ob es dann gereicht hat, bleibt ungewiss. Stade muss etwa sechs Punkte auf die Konkurrenz gutmachen, und die Mitabstiegskandidaten haben dabei noch Nachholspiele als Pfand.

Quelle: Stader Tageblatt, Fotos: Jörg Struwe

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