Das so wichtige Heimspiel hat gezeigt: Der VfL Güldenstern Stade kann seine durchaus vorhandenen PS nicht über 90 Minuten abrufen. Der BSV plant die vorzeitige Titelfeier.

Matthias Quadt war vor dem Heimspiel gegen den FC Hagen/Uthlede „guter Dinge“. Der VfL Güldenstern Stade wollte einen Dreier einfahren für den Klassenerhalt in der Landesliga. Doch der Trainer erlebte eine erste Halbzeit zum Vergessen. „Ich bin immer noch sauer“, sagt Quadt auch einen Tag nach dem 3:3.

Dass es nach dem 0:3-Rückstand zumindest noch für einen Punktgewinn reichte, lag an der Leistungssteigerung nach der Pause. „Die Mannschaft hat sich gut reflektiert, wusste, dass sie schlecht gespielt hat“, so Quadt.

Allerdings: Stade dominierte mit einfachem und leidenschaftlichem Spiel, wie Quadt lobt, nur bis zum Ausgleich. „Und dann ist das plötzlich wieder weg“, sagt Quadt, „das ist schwer erklärbar.“ Stades Leistung fiel wieder ab und der FC hätte sogar noch gewinnen können.

Stades Trainer Matthias Quadt war vor dem Spiel „guter Dinge“. Dann sah er eine ganz schwache erste Halbzeit seiner Mannschaft. Foto: Struwe

Beim 3:4 im Hinspiel hatte Stade eine 3:1-Führung verspielt. Es sind solche Rückschläge, die auf die Saison gesehen auch Kräfte rauben. „Davon haben wir zu viele in den letzten 15 Minuten gehabt“, so Quadt. Vielleicht fehle im Erfolgsdruck und Saisonendspurt auch ein Tick Frische im Kopf.

Ist die Mission Klassenerhalt schon bald gescheitert?

Am Sonntag (15 Uhr) muss Stade zur SG Scharmbeck-Pattensen. Ein Pflichtsieg. Doch: „Es wird im Tabellenkeller immer wieder und weiter gepunktet – es wird verdammt schwer“, sagt Quadt. Die SG gewann zuletzt auswärts und zog mit einem Punkt an Stade vorbei.

„Wenn wir da nicht gewinnen, können wir schon fast einen Haken dran machen“, sagt Quadt bezüglich des dann wohl besiegelten Abstiegs. Wenn es runter gehen sollte, müsse Stade eine Mannschaft stellen, so Quadt, die „den sofortigen Wiederaufstieg schaffen kann“.

Dieses Foul an Louis Gehlken brachte den Stadern den 1:3-Anschlusstreffer durch Elfmeter. Gehlken, der zu A/O wechselt, traf dann auch zum schnellen 2:3 nach der Pause. Foto: Struwe

Stand jetzt gehen drei Leistungsträger. Timo Haepp und Louis Gehlken wechseln zu A/O, Fynn Linzer geht zurück zum TSV Elstorf. „Wir sind mit der Kaderplanung schon recht weit und auch zufrieden“, sagt Quadt. Die Verantwortlichen sind in „guten Gesprächen“.

Durch die aufgelöste A-Jugend zur Winterpause ist der Kader groß. Die Junioren sammeln – auch wegen der personellen Probleme – schon jetzt Landesligaerfahrung. „Es gab schon Spiele, in denen vier A-Junioren in der Startelf standen“, sagt Quadt.

So sollte Stade bei einem möglichen Abstieg wie schon in der vergangenen Saison, als der sofortige Wiederaufstieg problemlos gelang, in der Bezirksliga zum engen Favoritenkreis zählen.

Quelle: Stader Tageblatt

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