Stade braucht einen Elfmeter und die Pause, um in den nötigen Wettkampfmodus zu finden. D/A II marschiert weiter, A/O stoppt den Negativtrend und Harsefeld wird abgewatscht.
VfL Güldenstern Stade – FC Hagen/Uthlede 3:3.
Nach dem reinen Spielverlauf ist dies natürlich ein Punktgewinn für die Stader. Ob dieser Punkt in der Endabrechnung zum Klassenerhalt reichen wird, ist fraglich und abzuwarten.
Der Gastgeber erwischte eine ganz schwache erste Halbzeit, wirkte gehemmt und spielte im Bemühen um die Spielkontrolle ideenlos. Der FC suchte nach Ballgewinnen den schnellen und schnörkellosen Weg zum Tor.
Zudem profitierten die Gäste von Stades Fehlern. Beim 0:1 sah Torhüter Timo Haepp ganz unglücklich aus, als er einen harmlosen Ball, der etwas vor ihm versprang, nicht festhalten konnte. Marcel Meyer war zur Stelle. Gleich im Gegenzug hätte Michael Stern den Lapsus ausgleichen können.
Das 2:0 spielte der FC fein heraus, hatte es in den Eins-zu-eins-Situationen über die linke Seite aber auch viel zu leicht. Den Pass in den Rücken der VfL-Abwehr schloss Jess Götten platziert ab. Das 0:3 war wieder ein Geschenk der Stader, mit zwei Pässen war Meyer dann freigespielt.
Stade hat nach Aufholjagd das Glück des Tüchtigen
Stade spielte wie ein Absteiger. Dann wurde aber Louis Gehlken noch elfmeterreif gefoult. Jannik Peters verwandelte mit dem Halbzeitpfiff zum 1:3-Anschlusstreffer.
Nach der Pause waren die Stader wie ausgewechselt, nun spielten sie mit dem Engagement, dass man im Abstiegskampf erwartet. Gehlken gelang das schnelle 2:3. Stade drückte und der FC schwamm gewaltig. Nur: Der VfL ließ zu viele Chancen, teils bitter, teils fahrlässig liegen.

Hier hat Stade zum 3:3 nach Eckball ausgeglichen. Foto: Struwe
Das verdiente 3:3 gelang dann Jannik Holthusen aus dem Gewühl heraus nach einem Eckball.
Im Anschluss spielte der bis dahin abgemeldete Gegner plötzlich wieder mit – und ließ zwei Großchancen liegen. Bei einem sehenswerten Freistoß gegen den Pfosten hatten die Stader Glück.
Stades Trainer Matthias Quadt war nach dem Spiel verständlicherweise hin und her gerissen. „Von der ersten Halbzeit bin ich richtig enttäuscht, da haben wir gespielt, als ginge es um die goldenen Ananas.“ In der zweiten Halbzeit habe sich Stade, wie eine Mannschaft, die den Klassenerhalt schaffen will, präsentiert, so Quadt.
Tore: 0:1 (14.) Meyer, 0:2 (20.) Götten, 0:3 (31.) Meyer, 1:3 (45. FE) Peters, 2:3 (47.) Gehlken, 3:3 (77.) Holthusen.
Nächstes Spiel: Scharmbeck-P. – Stade (So., 26. April, 15 Uhr).
Quelle: Stader Tageblatt

