Die SV Ahlerstedt/Ottendorf hat zwar den ersten Saisonsieg in der Fußball-Landesliga verdient geholt, hat es aber verpasst, ein Ausrufezeichen zu setzen. Der VfL Güldenstern Stade sammelt weiter fleißig Punkte.

SV Ahlerstedt/Ottendorf – FC Cuxhaven 2:0. Nach dem unnötigen Unentschieden zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger MTV Soltau und der anschließenden 0:2-Auswärtsniederlage beim FC Hagen/Uthlede hat der Oberliga-Absteiger nun also seinen ersten Sieg gefeiert. Das 2:0 gegen den Aufsteiger FC Cuxhaven ist hochverdient. Allerdings hat A/O Chancenwucher betrieben. „Das war grob fahrlässig“, sagte Co-Trainer Kevin Speer. Er könne sich nicht erinnern, dass A/O so viele Chancen in einem Spiel vergeben hat. „Zur Pause müssen wir 4:0 oder 5:0 führen und dann schießen wir sie aus dem Stadion“, sagte Speer. Damit hatte er recht.

A/O dominierte den FC und konnte in der ersten Halbzeit auch spielerisch gefallen. Corvin Höft köpfte nach 20 Minuten das verdiente 1:0 nach einer Ecke. Dann ließen Jannes Heins, Luqman Krugmeier und Bendix Kruse gleich mehrmals beste Chancen liegen. Thore Nissen setzte zudem einen Kopfball an die Latte. Kruse lief als Sturmspitze auf. „Er machte seine Sache gut, belohnte sich aber nicht mit einem Tor“, kommentierte Speer die überraschende Aufstellung.

Dass die magere 1:0-Führung ein gefährliches Ergebnis ist, hätte A/O in der zweiten Halbzeit durchaus spüren können. Die Cuxhavener spielten ihre drei, vier Konterchancen aber nicht sauber genug aus. Bei einem Abschluss hatte A/O das nötige Glück.

Die Ahlerstedter hatten zwar auch in der zweiten Halbzeit um die 80 Prozent Ballbesitz, machten daraus aber zu wenig. Gegen die tief stehenden Gäste fehlten die Anspielstationen im Strafraum. Erst in der Schlussphase wurde A/O gefährlich. Kruse, Jannik Peters und Jonah Bertog ließen einmal mehr Großchancen liegen.

Die spät eingewechselten Malcolm Brunkhorst und Luka Papke besorgten dann das überfällige 2:0. Brunkhorst scheiterte erst noch an der Latte. Bei seinem nächsten Sturmlauf bediente er Papke. Die beiden Offensiven zeigten sogleich ihre Qualität. Weil sie nach zweiwöchigem Urlaub aber erst eine Trainingseinheit hatten, kamen sie spät von der Bank. Tore: 1:0 (20.) Höft, 2:0 (90.) Papke. Nächstes Spiel: Uelzen -A/O (Sa., 26. August, 16 Uhr).

FC Worpswede – VfL Güldenstern Stade 0:1. Stade veredelt seinen Saisonstart und fährt auch im dritten Spiel seinen dritten Sieg ein. Die Gäste bekamen den Ballbesitz übergeben und servierten mit viel Geduld einen sehr reifen Auftritt.

Nachdem sich im ersten Durchgang noch zu viele technische Fehler in die Ballzirkulation der Stader einschlichen, bekamen sie nach dem Seitenwechsel mehr Räume. Während der FC Worpswede der intensiven Defensivarbeit Tribut zollen musste, brachte der VfL viel Qualität von der Bank ins Spiel.

Der VfL ließ zwar zunächst seine Möglichkeiten durch Fynn Linzer und Louis Gehlken liegen, um in der Nachspielzeit doch noch zu triumphieren: Nach einer Standardsituation verlängert Linzer für Ali Demirelli, der per Fallrückzieher traf.

„Wir freuen uns über die Top-Punktausbeute, wissen aber auch, dass wir diese Gegner schlagen müssen, wenn wir nicht unter den letzten Sechs sein wollen“, sagt Coach Jörn Augustin. „Die Mannschaft hat einen Top-Charakter mit einem guten Teamspirit.“ Tor: 0:1 (90.+5) Demirelli. Nächstes Spiel: Stade – Bardowick (So., 27. August, 15 Uhr).

TSV Elstorf – MTV Soltau 1:2. Elstorf war drauf und dran, die ersten Punkte einzufahren. Das Manko eines dominanten ersten Durchgangs war allerdings, dass die Hausherren nur mit einem Tor von Kevin Machado führten. Dennoch war es in der Entstehung unglücklich, wie die Elstorfer noch ins Hintertreffen gerieten. Erst war es ein abgefälschter Freistoß von Louis Ibellow, dann erwarteten die Elstorfer, dass die Soltauer im Sinne des Fairplay-Gedanken einen Einwurf zu ihnen zurückspielen. Stattdessen nutzte Ibellow den Vorteil der inaktiven Verteidigung. „Ich denke, wir hätten den Ball zurückgespielt – das hat einen faden Beigeschmack“, kommentiert Elstorf-Coach Hartmut Mattfeldt die Szene. Der MTV war sich der Schuld nicht bewusst und verweigerte den Gästen ein ausgleichendes Tor zu gewähren. Kurz vor Schluss hatte Timo von Reith den Ausgleich aus dem regulären Spiel zwar auf dem Fuß, verfehlte den Kasten jedoch.

„Die Enttäuschung und der Frust sind riesengroß“, sagt Mattfeldt. „Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir ab der 60. Minute unser Spiel nicht aufrechthalten konnten.“ Tore: 1:0 (26.) Machado, 1:1 und 1:2 (62., 77.) Ibellow. Nächstes Spiel: Cuxhaven – Elstorf (Sa., 26. August, 17 Uhr).

SV Lindwedel-Hope – SV Drochtersen/Assel II 2:1. D/A II legte los wie die Feuerwehr, vergaß bei aller Überlegenheit jedoch das Toreschießen. Sowohl Regionalliga-Leihgabe Martin Sattler als auch Neuzugang Philipp Aue hätten dem Spielverlauf einen Richtungswechsel verpassen können.

Stattdessen fand D/A nicht mehr zum dominanten Spiel der Anfangsphase. Mit einem sehenswerten Fallrückzieher verpasste Engin Kiy den Kehdingern die Quittung (72.). Nachdem Aue mit einem Heber den Ausgleich erzielte, wollte Drochtersen die Partie komplett drehen (82.). Letztlich war es ein Fernschuss von Hawk Schwieger, der den Gästen ihre erste Niederlage zufügte.

„Wir waren sicherlich nicht gut im Spiel, hätten aber trotzdem die drei Punkte einfahren können“, kommentiert Trainer Benjamin Zielke. „Das Enttäuschende ist, dass wir es nach der starken Anfangsphase aus der Hand gegeben haben.“ Tore: 1:0 (72.) Kiy, 1:1 (82.) Aue, 2:1 (86.) Schwieger. Nächstes Spiel: D/A II – Hagen/Uthelde (Fr., 25. August, 20 Uhr).

TSV Etelsen – TuS Harsefeld 2:2. In der Anfangsphase ließ der TuS große Möglichkeiten liegen, Marco Sobolewski traf nur den Querbalken, nachdem er den Torwart bereits umkurvt hatte (8.). Trotz des Chancenplus legte zunächst Etelsen vor: Im Glauben einer Abseitsposition hörte Harsefeld auf zu verteidigen, was Nico Meyer bestrafte (20.). Kurz danach klärte Keeper Dushan Pavlov nicht sauber, sodass Nils Koehle vollstrecken konnte (25.).

Die Gäste bewiesen zwar Moral und fanden durch Manuel Detje aus dem Rückraum (33.) und Sobolewski aus dem Gewühl (35.) den schnellen Ausgleich. Insgesamt musste der Favorit aber mit seiner Chancenverwertung hadern und dass er zu hektisch agierte.

„Wenn du neben deinen beiden Toren weitere sechs hundertprozentige Möglichkeiten nicht nutzt, wird es schwierig, das Spiel zu gewinnen“, resümiert Trainer Julian Geils. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht mehr geschafft, unsere Angriffe vorzubereiten und sind zu ungeduldig geworden. Am Ende sind wir absolut enttäuscht über das Resultat.“ Tore: 1:0 (20.) Meyer, 2:0 (25.) Koehle, 2:1 (33.) Detje, 2:2 (35.) Sobolewski. Nächstes Spiel: Harsefeld – Lindwedel (Sa., 26. August, 16 Uhr).

Quelle: Stader Tageblatt

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