Der ASC Cranz-Estebrügge hat in der Fußball-Landesliga das erste Spiel gewonnen und das mit einer sehr schlechten Leistung beim VfL Güldenstern Stade. Überragender Akteur war der reaktivierte Torwart-Trainer Sascha Walther, der den 2:1-Sieg gerettet hat.

Sascha Walther hat schon vor Jahren seine Laufbahn nach einem zweiten Achillessehnenriss beendet. In der Saison 2016/17 machte der einstige Torwart des FC Eintracht Norderstedt seine letzten Spiele für den ASC Cranz-Estebrügge, seitdem ist der heute 38-Jährige der Torwart-Trainer beim Aufsteiger. Trainer Daniel Schröder bearbeitete Walther ein wenig, der trainierte daraufhin in der Woche und stellte sich nun wieder zwischen die Pfosten. „Wir brauchten hinten mehr Sicherheit“, argumentiert Schröder.

Er lobt im gleichen Zug Torwart Lucas-Jimmi Schütt, der vor der Saison vom VfL Güldenstern Stade zum ASC gewechselt ist. Der 22-Jährige habe die Maßnahme gut aufgenommen. Über den „Schachzug“ mit Walther müsse man nicht viel sagen nach diesem Spiel, so Schröder. „Alles voll aufgegangen.“ Über Walther wurde nach dem Spiel viel geredet, auch aufseiten der Stader. „Überragend gehalten“, sagt Matthias Quadt, Stades Co-Trainer.

Bartels sieht früh rot

Das Spiel beginnt äußerst ungünstig für den Gastgeber. Schon in der dritten Minute holt sich Gian-Luca Bartels die Rote Karte ab. Er soll nach einem Foulpfiff „Spinner“ gesagt haben. „Undiszipliniert“ nennt Trainer Dennis Mandel das. „Vielleicht hätte man das Spiel einfach zu elft beenden sollen“, sagt Mandel bezüglich dieser Niederlage, die ob der Stader Überlegenheit unglücklich ist. Hadern ist nach dem Spielverlauf erlaubt. Oder man erkennt die Leistung von ASC-Torwart Sascha Walther an.

Der ASC geht nach einer Ecke durch Johann Pien in Führung (19.). Sören Hüttmann erhöht auf 2:0 (28.) per starker Einzelleistung. Er dreht sich um zwei Stader und schießt aus zentraler Position flüssig aus der Bewegung heraus in den Winkel. Das sind die einzigen nennenswerten ASC-Chancen. Philipp Aue hat kurz vor der Pause zwei Mal den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Das erste Mal stellt sich ihm der routinierte wie große Walther in den Weg und gewinnt das Eins-gegen-eins. Beim zweiten Mal wird sein gespitzelter Ball noch von Pien von der Linie gekratzt. „Wir waren in der ersten Halbzeit zu unruhig“, sagt Quadt, „in der zweiten haben wir das gut gemacht, auch weil wir als Team agiert haben.“

ASC spielt schwach

Der ASC spielt dagegen ganz, ganz schwach. Hat allerdings den ganz, ganz starken Walther im Tor. Selbst an dem Foulelfmeter zum 1:2 hat er noch die Hand dran. Dann fliegt er noch zu einer Glanzparade, rettet mit einem Reflex auf der Linie nach einem verdeckten Schuss und hat nochmals die Hand dran, als die Zuschauer schon zum Torjubel ansetzen. „Drei Mal überragend“, sagt Quadt. Zumindest der Ausgleich wäre verdient gewesen für die bemühten Stader. Es sollte nicht sein.

„Das war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung“, sagt ASC-Trainer Schröder, „aber wir haben gewonnen.“ Die ASC-Mannschaft sei sich sicher gewesen, zu gewinnen, so Schröder. „Verdient haben wir es heute aber nicht.“ Danach frage morgen aber schon keiner mehr.

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Die Statistik zum Spiel

Tore: 0:1 (19.) Pien, 0:2 (28.) Hüttmann, 1:2 (50. FE) Holthusen

Rote Karte: Bartels (3., Stade)

Gelb-Rot: Pöppe (90., ASC)

Stade: Klinkmann, Burmester, F. Dammann, von Salzen, Holthusen, Hübner, Bartels, Alidemi (78. Voigt), Lippek, P. Aue, Neufang (73. Heidtmann)

ASC: Walther, Pien, H. Stahmer, Faruke, Rieper (77. Schröder), Nommensen (39. Pöppe), Schliecker, Hüttmann, Meyer, Aichaoui, Topal (70. Ramazanoglu)

Nächste Spiele: ASC – Hedendorf/Neukloster (Sbd., 17. Oktober, 16 Uhr), TSV Elstorf – Stade (So., 18. Oktober, 15 Uhr)

Quelle: Stader Tageblatt

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