A/O erwacht erst in Hälfte zwei und hat dann Spaß am eigenen Spiel

Im Bezirkspokal haben sich die Favoriten in der ersten Hauptrunde durchgesetzt. In Immenbeck war in zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten klar erkennbar, welchen Fußball der neue Trainer vom Landesligisten SV Ahlerstedt/Ottendorf spielen lassen will.

TSV Eintracht Immenbeck – SV Ahlerstedt/Ottendorf 1:4. In der vergangenen Saison setzte A/O als Aufsteiger in der Oberliga vornehmlich auf schnelles Umschaltspiel und Konterfußball. Dennis Mandel setzt in der kommenden Landesligasaison auf Ballbesitzfußball. Lange Bälle, die weniger Spielkontrolle mit sich bringen, will er am liebsten gar nicht sehen. Dass Diagonalflanken im richtigen Moment angebracht sind, war in Immenbeck aber ebenso zu sehen.

In der ersten Halbzeit zeigte der Favorit beim Bezirksligisten Fußball zum Abgewöhnen. Ballbesitzfußball und Spielkontrolle sind anspruchsvoll. Die Ahlerstedter schoben sich den Ball aber nur behäbig hin und her. Mittelfeldspieler Marcel Brunsch brachte es nach 20 Minuten auf den Punkt, als er die Mitspieler lautstark aufforderte, schneller zu spielen. „Schnell rüber, schnell rüber, man“, schrie er. Vergeblich. A/O kreierte so gut wie keine Raumgewinne, die Seitenverlagerungen passierten in Zeitlupe, nötige Tiefenläufe fanden kaum statt. Die Immenbecker hatten keine Mühe, dagegen zu halten, durften mitspielen.

Bei der 1:0-Führung profitierte Nelson Eberstein von einem Abstimmungsfehler zwischen A/O-Torhüter Mark Osnowski und Innenverteidiger Daniel Brunsch, er konnte ins leere Tor einschieben. In der Folge verpassten Jannik Peters und Corvin Höft zwei Mal knapp den Ausgleich. Insgesamt war das Ahlerstedter Spiel aber viel Stückwerk. Es benötigte ein Traumtor von Max Weigand in den Winkel aus dem Nichts. 1:1 kurz vor der Pause. So einen Treffer hatte er auch schon während der A/O-Fußballwoche aus dem Fußgelenk gezaubert.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich A/O wie ausgewechselt. Nun zeigte der Favorit, wie dominanter Ballbesitzfußball funktioniert. Der Landesligist agierte druckvoller, schneller, direkter. Immenbeck wurde eingeschnürt. Schon nach zwei Minuten köpfte Marc Holler nach einem ganz feinen Flankenball von Jonah Bertog das 2:1. Bis zur 50. Minute hätte allein Max Weigand noch zwei Tore erzielen können.

In der 62. Minute verwertete Luka Papke einen Flankenball von Marcel Brunsch zum 3:1. Das 4:1 erzielte Malcolm Brunkhorst nach starkem Dribbling frech ins kurze Eck. A/O hatte in Hälfte zwei Spaß am eigenen Können. Tore: 1:0 (24.) Eberstein, 1:1 (43.) Weigand, 1:2 (47.) Holler, 1:3 (62.) Papke, 1:4 (73.) Brunkhorst.

Eintracht Elbmarsch – TSV Elstorf 3:4. Nur mit einem blauen Auge ist der TSV Elstorf in die nächste Runde des Bezirkspokals eingezogen. Der Landesligist tat sich schwer beim Bezirkslisten Eintracht Elbmarsch in Tespe. Das Team von Trainer Hartmut Mattfeldt lag zur Pause zwar mit zwei Toren in Führung. Doch die Gastgeber schlugen zurück und glichen kurz vor Schluss sogar aus. Erst ein Eigentor der Platzherren in der Nachspielzeit erlöste den Favoriten. Tore: 0:1 (16.) Hübner, 0:2 (26.) Machado-De-Magalhaes, 1:2 (42.), 1:3 (48.) Krolikowski, 2:2 (55.), 3:3 (88.), 3:4 (90. ET).

VSV Hedendorf/Neukloster – VfL Güldenstern Stade 2:4. Eine typische Pokalpartie wollte Jörn Augustin vom VfL gesehen haben. „Wir haben kein gutes Spiel gezeigt. Da waren einfach zu viele technische Fehler im Spielaufbau gegen einen kompakt stehenden Gegner. Leistungsmäßig müssen wir uns steigern“, sagte der Landesliga-Coach. Sein Gegenüber Björn Stobbe war trotz der Niederlage nicht unzufrieden. „Auch wenn wir es dem Gast beim Toreschießen zu leicht gemacht haben und insgesamt zu schlecht verteidigt haben, konnte ich keinen Klassenunterschied erkennen“, sagte der Trainer des Bezirksligisten VSV. Tore: 1:0 (9.) Scheppeit, 1:1 (30.) Linzer, 1:2 (72.) Mulweme, 1:3 (79.) Linzer, 2:3 (82., FE) Tobaben, 2:4 (90.) Dammann.

MTV Hammah – FC Oste/Oldendorf 2:0. „Wir haben gute Ansätze gezeigt, aber noch längst klappt nicht alles, was wir uns vorgenommen haben. Da ist noch Luft nach oben. Wir müssen unbedingt stabiler werden. Jetzt aber freuen wir uns, die nächste Runde erreicht zu haben“, sagte MTV-Trainer Hannes Schulz nach dem Duell der beiden Bezirksligisten. Auch Arne Hees war zufrieden: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben gut mitgehalten. Als Momentaufnahme war unsere Leistung in Ordnung“, sagte der FC-Coach. Tore: 1:0 (46.) Horn, 2:0 (90. + 2) Rapp.

TSV Geversdorf – TSV Apensen 1:5. Sönke Ungeheuer wollte nach dem hohen Sieg gegen den Bezirksliga-Staffel-Gegner „die Kirche im Dorf lassen“: „Klar, ein solches Ergebnis tut uns gut und stärkt das Selbstvertrauen. Aber der Gegner war einfach zu schwach, um als Gradmesser herhalten zu können. Wir haben im Verwaltungsmodus gespielt und mit Tempo im richtigen Moment die Partie entschieden. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Runde“, sagte der TSV-Coach. Tore: 0:1 (20.); 0:2 (33.) Hofmann, 1:2 (55.), 1:3 (66.) Schacht, 1:4 (73.) Pilz, 1:5 (82.) Bartels.

Quelle: Stader Tageblatt

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