HARSEFELD. Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen hat den Intersport-Mohr Cup im Hallenfußball in Harsefeld gewonnen. Das Team setzte sich im Finale gegen Eimsbüttel mit 3:0 durch. Dritter wurde der JFV Bremerhaven, der im kleinen Finale mit 4:1 gegen Holstein Kiel gewann.

Die Trainer und Betreuer der zehn teilnehmenden Mannschaften wählten Niklas Wix von der JSG Apensen/Harsefeld zum besten Torwart des Turniers. Mit fünf Treffern bester Torschütze wurde Felix Poschmann vom Turniersieger A/O/H. Liam Giwah von der SV Drochtersen/Assel wählten die Experten zum besten Spieler. Giwah durfte in der laufenden Saison bereits Regionalliga-Luft in der ersten Drochterser Mannschaft schnuppern und gilt als Spieler mit großem Potenzial.

Über den ganzen Sonntag verteilt sahen etwa 600 Zuschauer die 99 Turniertore. Organisator Wilfried von Holt zeigte sich überaus zufrieden vom Turnier und lobte vor allem den TuS Harsefeld, der in Ermangelung einer Sporthalle in Stade kurzfristig als Ausrichter eingesprungen war.

A/O/H spielte sich im Finale in einen Rausch. Im Duell der beiden Regionalligisten markierte Melvin Boie nach vier Minuten das 1:0 und 120 Sekunden später das 2:0. Marvin Alidemi sorgte zwei Minuten vor dem Abpfiff für das 3:0. Torwart Phillip Dammann hielt überragend. Die A/O/H-Abwehr warf sich vor dem eigenen Tor in jeden Ball. Trainer Yannick Viol strahlte über das ganze Gesicht. „Körperlich waren wir vielleicht nicht die Stärksten. Aber wir haben attraktiven Fußball gespielt. Das ist ein überragender Erfolg“, sagt Viol.

Viol stellte eine Mannschaft auf, die sich aus 16- bis 18-Jährigen zusammensetzte. Höhepunkt in der Vorrunde war der 5:0-Sieg gegen den Bundesligisten FC St. Pauli. Der Titelverteidiger enttäuschte diesmal auf ganzer Linie und wurde am Ende Siebenter. Der VfL Güldenstern Stade landete auf Rang zehn, die für Concordia Hamburg kurzfristig eingesprungene SV Drochtersen/Assel erreichte Platz sechs, die JSG Apensen/Harsefeld überzeugte als Fünfter.

Neben dem FC St. Pauli galt der Bundesliga-Nachwuchs von Holstein Kiel als prominentester Turniergast. Die Kieler unterstrichen in der Vorrunde ihre Ambitionen und fuhren drei Siege und ein Unentschieden ein. Dabei steckt die Mannschaft seit einer Woche in der Vorbereitung auf die Rückrunde in der Junioren-Bundesliga. Vom vorletzten Platz möchten sich die Kieler dort schnell verabschieden. Viermal pro Woche trainieren die talentierten Fußballer für dieses Ziel. „Seitdem Holstein Kiel in der zweiten Liga spielt, steht der Verein deutschlandweit im Fokus – auch für Jugendspieler“, sagt Trainer Onur Cokgez. Jahr für Jahr baue der Verein sein Nachwuchsleistungszentrum aus. Mittlerweile ist auch Holstein Kiel zu einer guten Adresse geworden. „Wir haben bessere Argumente, um Talente anzulocken oder zu halten“, sagt Cokgez. Wenn die talentierten Spieler 14 Jahre alt werden, nehmen die ersten Berater die Verhandlungen auf. Die ersten Wechsel mit 15 Jahren sind nicht selten. „Wir schaffen es immer besser, die Talente in Kiel zu halten“, sagt der Trainer. Erst kürzlich stellte der Club zwei Spieler für die deutsche U 17-Nationalmannschaft. Cokgez und Holstein Kiel haben den Intersport-Mohr Cup als zusätzliche Trainingseinheit genutzt. So souverän die Vorrunde auch war, ab dem Halbfinale stockte der Angriffswirbel.

Der JFV A/O/H war bislang bei allen zwölf Turnieren dabei. Der Sieg vom Sonntag ist eine Premiere. Der Erfolg gehört in die Kategorie geschlossene Mannschaftsleistung. Kaum ein anderes Team strahlte auf dem Spielfeld und auf der Auswechselbank direkt hinter der Bande der Harsefelder Sporthalle so viel Spielfreude aus. Viol: „Wir hatten einfach Spaß am Zocken.“

Quelle: Stader Tageblatt • von Daniel Berlin

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