In Unterzahl hat der VfL Güldenstern Stade das Derby in der Fußball-Bezirksliga gegen die VSV Hedendorf/Neukloster gewonnen. Die Stader kamen nach Rückstand zurück.
Der VfL Güldenstern Stade hat am Freitagabend mit 4:2 gegen die VSV Hedendorf/Neukloster gewonnen und bleibt damit voll im Rennen um den Wiederaufstieg in die Landesliga.
Die VSV Hedendorf/Neukloster reisten als klarer Underdog nach Stade. Letztendlich mussten die Pandakicker beim vorübergehenden Spitzenreiter aber sogar Zählbarem hinterhertrauern, weil der Favorit Moral bewies.

Mykhno bringt die Hausherren früh in Führung
Als Ilya Mykhno das Spielgerät in der rechten Halbspur im Fallen ins Tor grätschte (5.), schien die Begegnung ihren prognostizierten Gang zu nehmen. Stattdessen antwortete Hedendorf nach einer Eckball-Serie auf der anderen Seite sofort. Nach der vierten Hereingabe drückte Florian Mance die Kugel im Gewühl über die Linie (8.).

tade hatte zwar Ballbesitz-Vorteile, die VSV fanden nun aber immer wieder ins Umschaltspiel. Bei einer dieser Situationen verloren die Gäste einen ihrer Schlüsselspieler. Nach einem feinen Zuspiel von Fabian Blank fasste sich Sören Hüttmann sofort an den hinteren Oberschenkel und wird den Schwarz-Weißen wohl länger fehlen (20.).
Trotzdem blieben die Gäste gut in der Begegnung. Dieter Gernandes Correia nahm nach einem weiteren Eckball nach Ansicht der Unparteiischen den Arm auf der Linie zur Hilfe und sah folgerichtig die Rote Karte (29.). Jerome Kröger übernahm die Verantwortung vom Punkt und brachte die VSV in Führung (31.).
Hedendorf kann einen Eckball nicht klären
„Wir haben es nicht gut gemacht“, räumt VfL-Trainer Matthias Quadt. „Deswegen lagen wir auch völlig verdient mit 1:2 zurück.“ Ein Knackpunkt der Begegnung war dann, dass Hedendorf einen Eckball nicht nachhaltig geklärt bekam und nach dem zweiten Ball Mykhno die Kugel unmittelbar vor der Pause über die Linie stocherte (45.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die VSV mutig aus der Kabine, verpassten es aber in dieser Phase, ein weiteres Mal vorzulegen. Nach einer Stunde auf der Uhr schwanden bei den VSV trotz der Überzahl langsam die Kräfte. „Der Gegner wechselt brutal“, sagt Trainer Björn Stobbe. „Es war dann ein Qualitätsunterschied.“
Seine Schützlinge fanden kaum noch zu Entlastungsmomenten und verzeichneten wenige hohe Ballgewinne für sich. Dadurch erzwang Fabio Dammann nach einem weiteren ruhenden Ball Stades Führung (78.).
Bis Sonntag steht Stade an der Tabellenspitze
In der Nachspielzeit setzte der Landesliga-Absteiger den entscheidenden Konter und machte durch Silas Lindenblatt den Deckel drauf (90.+1). Mindestens bis Sonntagnachmittag grüßt der VfL Güldenstern von der Spitze, die VSV müssen sich nach sechs Partien ohne Niederlage erstmals wieder geschlagen geben.
- Tore: 1:0 (5.) Myhkno, 2:0 (8.) Mance, 1:2 (31., Elfm.) Kröger, 2:2 (45.) Mykhno, 3:2 (73.) Dammann, 4:2 (84.) Lindenblatt.

