Die Kleinsten hatten beim Stader Hallenzauber sicherlich ganz großen Spaß. Eine Szene führte allerdings bei den U9-Kickern zu einem heiß diskutierten Eklat.

Stade. Dennis Drechsel, Trainer der U9 des VfL Güldenstern Stade, wusste schon im Vorfeld des Sparkasse Stade-Altes Land Cups, dass dieses Turnier für die Kleinen etwas Großes sein wird. „Wie motiviert sie sind, zeigt auch, dass die Füchse Berlin so eine weite Anreise auf sich nehmen“, sagte Drechsel bei der diesjährigen Turniervorstellung. Der Stader Hallenzauber wurde bekanntlich auf zwei Wochenenden mit vier neuen Turnieren ausgeweitet.

„Der Rahmen dieses Turniers war für die Kids eine ganz große Sache“, sagt Drechsel, das habe man schon „an den großen Augen“ beim Einlaufen gesehen.

Werder Bremen reist wütend ab

In dem Spiel zwischen den Berliner Füchsen und Werder Bremen kam es dann aufgrund einer Szene zur Spielunterbrechung mit heißen Diskussionen – es folgte abschließend ein Spielabbruch, inklusive der sofortigen Abreise von Werder Bremen.

Die Stader U9-Kicker hatten ihren Spaß und wurden Zweiter. Foto: Joerg Struwe

Drechsel hatte die Szene, bei der ein Füchse-Spieler den Werder-Torhüter wohl am Kopf getroffen hat und der junge Schiedsrichter nicht pfiff, selbst nicht gesehen. Er kam mit seiner Mannschaft in die Halle, als die wilden Diskussionen liefen. Beobachter ordneten die Aufregung, gerade in Bezug darauf, dass es U9-Mannschaften sind, als fragwürdig bis überzogen ein. Zudem sind Nachwuchsschiedsrichter im Einsatz.

Die Füchse hätten schon körperbetont gespielt, sagt Drechsel, aber alle anderen Spiele seien fair gewesen. Sicherlich hätte man in dem Duell zwischen den beiden besten Mannschaften die Schärfe aus dem Spiel nehmen können. Die Füchse führten bis zum Spielabbruch.

Die Werder-Reaktion überschattet Turnierverlauf

Unabhängig von der durchaus diskutierbaren Spielsituation beurteilt Drechsel die sofortige Abreise von Werder Bremen als „überzogen reagiert“. Damit werde einem U9-Spieler etwas Falsches vorgelebt. Es bleibt ein fader Beigeschmack.

Das Turnier ging natürlich weiter. Die Spiele mit Werder-Beteiligung wurden in einen 1:0-Sieg für den Gegner umgewandelt. „Werder hatte uns eine Lehrstunde erteilt“, sagt Drechsel, so profitierte Stade wie alle anderen Teams auch mit drei zusätzlichen Punkten.

Die U9 des TSV Apensen ergatterte einen Pokal. Foto: Struwe

Der VfL Güldenstern Stade wurde dann im Modus „Jeder gegen jeden“ Zweiter hinter Füchse Berlin. Dritter wurde der TSV Apensen.

Stade, wie auch die JSG Niederelbe, erkämpften sich gegen den Turniersieger ein 3:3-Remis. Stade hatte das Turnier mit einem 3:1-Sieg gegen die JSG eröffnet. Auffällig auch: Alle Kreisvertreter, neben den schon genannten auch der JFV A/O/B/H/H, haben gegen den HSV gewonnen.

„Es waren insgesamt enge Spiele auf gutem Niveau“, urteilt Drechsel. Die Kleinen waren motiviert und hatten Spaß. Wäre da nur nicht das eine Spiel gewesen, in dem sich viele falsche Entscheidungen letztlich aneinandergereiht hatten.

Quelle und Medienpartner: Stader Tageblatt

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