22.01.17
STADE. Der SSV Hagen hat sich am Sonnabend die Stader Fußball-Stadtmeisterschaft in der Sporthalle Camper Höhe geholt. In der zweiten Auflage des Hallenturniers bezwang der SSV den TSV Wiepenkathen nach einem spannenden Finale und Penaltyschießen mit 3:2.
Die beste Fußballmannschaft der Stadt Stade – zumindest in der Halle: Foto Borchers
Der SSV Hagen freut sich über den Turniererfolg
Von Manfred Borchers
Auf dem dritten Platz landete die U 19-Mannschaft des Veranstalters VfL Güldenstern Stade vor der Stader Auswahl. Über 600 Zuschauer verfolgten das von Intersport Rolff aus Stade präsentierte Turnier.
Vor mehr als 25 Jahren gehörte die Stader Stadtmeisterschaft zu den regelmäßigen Fußballtreffs. Damals allerdings noch in den Sommermonaten auf dem Rasen und über mehrere Tage. Volker Schultz will dieses Turnier wieder in Stade etablieren. Acht Mannschaften gingen bei der zweiten Auflage am vergangenen Sonnabend an den Start.
Wiepenkathen und Hagen ragen heraus
Der TSV Wiepenkathen und SSV Hagen mauserten sich schnell zu Favoriten. Daneben die U 19 des Gastgebers und die Riege ehemaliger Stader Spitzenspieler, die Hauptorganisator Volker Schultz um Trainer Stefan Buchholz versammelte. Die Teams der Ortschaften Wiepenkathen und Hagen sollten allerdings bis zum Schluss im Mittelpunkt stehen. Das Vorrundenduell der beiden Mannschaften entschied der TSV mit 4:3 für sich.
In den Halbfinals ließ Wiepenkathen gegen die Cracks der Stadtauswahl beim 4:2 nichts anbrennen. Im anderen Halbfinalspiel kegelte der SSV die U 19 des Gastgebers im Penaltyschießen aus dem Turnier. Das Finale bildete den spannenden Abschluss des Hallentreffs mit teilweise hochklassigen Partien.
Im Endspiel lag Wiepenkathen nach einem Treffer von Pascal von Rönn mehr als die Hälfte der Spielzeit in Führung. Zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff traf Malte Schilling noch zum 1:1. Penaltyschießen. Da lag Wiepenkathen in Front, nachdem Jan Ole Berkholz auf 2:1 erhöht und Hagen zwei Chancen liegengelassen hatte. Doch Wiepenkathen schaffte es nicht, den Sack zuzumachen. So blieb es Fabian Lünser und Tobias Scherer vorbehalten, den Stader Stadtpokal nach Hagen zu holen. „Ich hatte schon nicht mehr mit dem Sieg gerechnet“, sagte Hagens Trainer Carsten Junge.
„Eine unnötige Niederlage“, sagte der enttäuschte TSV-Coach Waldemar Meglin nach der Finalniederlage. Doch auch Wiepenkathen blieb nicht ohne Ehrung: Die Plaketten für den besten Torhüter und den besten Spieler gingen an Florian Obst und Tim Hinrichs.
Der Macher des Turniers
„Für Stade, für Stader, mit Stadern in Stade“ stand auf dem Banner der Stader Stadtmeisterschaft. Überall gibt es Stadtpokale und Turniere, nur in Stade seit mehr als 25 Jahren nicht mehr. Für den überzeugten Stader Fußballer Volker Schultz ein unhaltbarer Zustand, den er ändern wollte – mit der Stader Stadtmeisterschaft. Sie fand in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt.
Selbst begann Schultz vor 50 Jahren, da war er 17, mit dem Fußballspielen. Sowohl auf der Camper Höhe als auch auf der Horst fand er seine Lehrmeister, wenngleich es ihn doch eher zur Horst, als zur Camper Höhe zog. Dennoch: Ihm liegt der gesamte Stader Fußball am Herzen, auch in der neuen Konstellation mit dem VfL Güldenstern Stade.
Nach vielen Posten als Trainer, Betreuer und Organisator hat sich Schultz zwar aus dem Vereinsleben zurückgezogen. Der Stader Fußball lässt ihn trotzdem nicht los. Was ihm fehlte und woran er vor zwei Jahren anfing zu basteln, war der Stader Stadtpokal. Ein Turnier von Stadern für Stader. Ein Turnier, das er mit viele Einsatz und vielen Helfern in diesem Jahr zum zweiten Mal auf die Beine gestellt hat und das es auch weiterhin geben soll.
Über 600 Zuschauer pilgerten am Sonnabend in die Sporthalle Camper Höhe. Ein Sommerturnier auf dem Rasen wird es zwar nicht wieder geben, doch das Hallenturnier wird wohl auf dem Turnierplan bleiben.
Quelle/Autor: Stader Tageblatt/Manfred Borchers